Anbau und Herstellung

So entsteht Kopi Luwak Kaffee

Regelmäßig besuchen wir die Produzenten unseres Vertrauens direkt im Gayo Hochland. So können wir uns regelmäßig von der Qualität der Herstellung überzeugen.

Um die Herstellung des berühmten Kopi Luwak ranken sich immer noch zahlreiche Mythen und Irrglauben. Was hat dieser Kaffee mit einer Katze zu tun, warum hat er so wenige Bitterstoffe und wieso ist er so hochpreisig?

Der Fleckenmusang

Spielt die Hauptrolle für den Kopi Luwak.

Im Zusammenhang mit dem sagenumwobenen Kopi Luwak haben Sie sicherlich schon einmal das Wort „Katzenkaffee“ gehört. Dieser Begriff liefert zwar einen guten ersten Hinweis auf die außergewöhnliche, ja fast skurrile, Herstellungsart des Kaffees. Diese ist jedoch nicht ganz exakt. Wir erklären Ihnen gerne, was den Luwak Kaffee so besonders macht.

Der Fleckenmusang ist eine Schleichkatzenart, die vor allem im tropischen Regenwald-Klima Asiens vorkommt. Sein besonderes Merkmal? Er ernährt sich auf absolutem Feinschmecker-Niveau. Mit ihrem feinen Gaumen begibt sich die nachtaktive Nasch-Katze ständig auf die Suche nach Kaffeekirschen.

Dabei geht der Musang äußerst wählerisch vor. Nur die allerbesten und reifsten Früchte kommen für ihn infrage. Beim Verzehr der Kaffeekirschen geschieht dann die ganze Magie: Im Verdauungstrakt des Musangs wird das äußere Fruchtfleisch zersetzt. Der innere Kern, also die eigentliche Bohne bleibt jedoch erhalten und wird bis zum Ausscheiden fermentiert.

 

Beim Kopi Luwak Kaffee liegt das Gold auf dem Boden

Eben diese Fermentation sorgt für einen ungeheuren Effekt bei der Kaffeebohne: Der Koffein-Anteil verringert sich, die Aromatik wird insgesamt etwas milder, manche Nuancen aber gleichzeitig intensiviert. Viele Verehrer des Kopi Luwak Kaffees sprechen von einer leicht pfeffrigen Note, bei einem sehr lang anhaltenden Abgang, der fast an Sirup erinnert und seines Gleichen sucht.

Zu unserem Glück haben eines Tages findige Kaffeebauern dieses Phänomen entdeckt. Sie sammelten die von den Fleckenmusangs ausgeschiedenen Bohnen ein, legten sie zum Trocknen aus und rösteten sie anschließend. Den Kaffee, den sie daraus kochten, nahmen Sie direkt als kostbare Spezialität wahr.

Was für die Kaffeegenießer weltweit heute einen enormen Gewinn darstellt, da nun auch wir in den außerordentlichen Genuss des Kopi Luwak kommen dürfen.

Doch leider verursacht dieses für die Sammler der Luwak-Bohnen lukrative Vorgehen auch einige negative Folgen. Denn immer dann, wenn sich ein profitables Geschäftsfeld auftut, wird auch Profitgier geweckt und Nachahmer mit teils betrügerischen Machenschaften angelockt. In den Kaffeeanbau- Gebieten kamen einige boshafte Menschen auf die Idee, Fleckenmusangs einzufangen, sie in Käfigen zu halten und dauerhaft und ausschließlich mit Kaffeebohnen zu füttern. Was für die Tiere eine Qual bedeutet, da sie es gewohnt sind, sich frei zu bewegen und nur ausgewählte Kaffeekirschen zu verzehren. Die auf diese Art herbeigeführte Überproduktion des Kopi Luwak geht zu Lasten der Schleichkatze, der Qualität des Kaffees und beschädigt nebenbei den Ruf der gesamten Branche.

Malua Kopi Luwak stammt zu 100 Prozent von frei lebenden Musangs

Für uns ist es eine Herzensangelegenheit, Kaffeegenießern in Europa diese Geschmackssensation zugänglich zu machen. Mindestens genauso wichtig ist es uns, dies zu absolut umweltfreundlichen Bedingungen zu realisieren.

Malua positioniert sich klar gegen die Käfighaltung der Fleckenmusangs und arbeitet nur mit Kaffeebauern zusammen, die das Wohl der Tiere genauso schätzen wie wir und die in freier Wildbahn ausgeschiedenen Kaffeebohnen suchen und auflesen.

Dies hat für uns einen höheren Einkaufspreis zur Folge, den wir im Sinne des fairen Handels aber gerne bereit sind zu zahlen. Wenn Sie als Liebhaber des wahren Kopi Luwak diesen Wert zu schätzen wissen, freut es uns umso mehr.

Im Gayo Hochland Produzenten unseres Vertrauens gefunden

Auf einer Rundreise durch Indonesien haben wir uns auf die Suche nach einem Kaffeebauern gemacht, der uns zwei Sachen garantieren konnte: faire Bedingungen für sich, seine Mitarbeiter(innen) und die Schleichkatzen sowie original Kopi Luwak in der allerbesten Qualität.

Da Indonesien ein wunderschönes Land mit erhabenen Naturlandschaften ist, fiel es uns nicht schwer, die einzelnen Inseln zu bereisen. Dennoch war es nötig, eine ganze Reihe von Kaffeeplantagen auf Java, Sulawesi und Sumatra zu besichtigen. Schließlich wollten wir bei keinem der beiden entscheidenden Faktoren auch nur einen Kompromiss eingehen. Irgendwann war es soweit. Auf Sumatra zog es uns förmlich die in sattem Grün dicht bewachsenen Berge hinauf, um im Gayo Hochland endlich auf den Kaffee-Produzenten zu treffen, der alle unsere Erwartungen erfüllte.

Kaffee Genuss pur

Genießen Sie den sagenhaften Kopi Luwak Kaffee ohne Reuer oder schlechtes Gewissen. 

Malua Kaffee stammt zu 100 Prozent von frei lebenden Musangs aus dem Goya Hochland.